Nextcloud-Hosting: So finden Sie den passenden Anbieter für Sicherheit und Souveränität

Nextcloud Hosting: Die Quadratur des sicherer, souveränen Cloud-Kreises

Die Entscheidung für Nextcloud als Alternative zu den etablierten Cloud-Giganten ist in vielen Unternehmen längst gefallen. Sie ist ein Statement: für Datenhoheit, für Flexibilität, für Unabhängigkeit. Doch mit dieser Entscheidung beginnt die eigentliche Arbeit, die oft unterschätzt wird. Die Software ist nur die halbe Miete. Wo und wie sie läuft, wer sie am Laufen hält – das sind die Fragen, die über Erfolg oder Misserfolg der gesamten Nextcloud-Strategie entscheiden. Die Wahl des Hostings ist dabei keine rein technische Fingerübung, sondern ein strategisches Manöver mit weitreichenden Folgen für Sicherheit, Performance und nicht zuletzt das Budget.

Der Markt der Nextcloud-Hosting-Anbieter gleicht mittlerweile einer gut sortierten, aber auch unübersichtlichen Landschaft. Vom Ein-Mann-Betrieb, der aus Leidenschaft servert, bis zum etablierten deutschen Rechenzentrumsbetreiber mit ISO-Zertifikaten ohne Ende ist alles vertreten. Für IT-Entscheider und Administratoren stellt sich die Gretchenfrage: Wem vertraue ich die Kronjuwelen meiner digitalen Kommunikation und Kollaboration an? Ein Blick in die Angebote offenbart schnell, dass sich hinter dem simplen Label „Nextcloud gehostet“ Welten an Unterschieden verbergen.

Nextcloud: Mehr als nur ein Dropbox-Ersatz

Bevor man sich in die Tiefen der Anbieterauswahl stürzt, lohnt ein kurzer Rückblick auf das, was Nextcloud heute eigentlich ist. Das Projekt hat sich von einem reinen File-Sync-and-Share-Fork zu einer umfassenden Plattform für produktive Zusammenarbeit gemausert. Talk für Videokonferenzen, Calendar und Contacts für die PIM-Funktionalität, Deck für Kanban-Boards – die Integrationen sind tief und die App-Ökosystem lebendig. Das ist Fluch und Segen zugleich. Eine moderne Nextcloud-Instanz ist ein komplexes Geflecht aus Web-Server, Datenbank, Caching-Schicht, Background-Jobs und realtime-Komponenten. Sie performant, sicher und stabil zu betreiben, erfordert mehr als nur einen LAMP-Stack auf einem gemieteten V-Server.

Praktischerweise entbindet einen die Open-Source-Natur der Software nicht von der Betriebspflicht. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die einen wollen und können die volle Kontrolle behalten, im eigenen Rechenzentrum oder gar on-premises. Für sie ist das Hosting-Theme schnell abgehakt, die Herausforderungen liegen anderswo. Für die überwiegende Mehrheit jedoch, die die Betriebslast abgeben möchte, ohne die Datenhoheit zu verlieren, beginnt hier die Reise. Es geht um das Auslagern der Infrastruktur, nicht der Verantwortung. Ein feiner, aber entscheidender Unterschied.

Die Hosting-Frage: Selbst gemacht, gemietet oder komplett betreut?

Grundsätzlich stehen einem drei Wege offen, die sich in Aufwand, Kosten und Kontrolle fundamental unterscheiden.

Der Weg des Eigenbaus (On-Premises/IaaS): Man mietet schlicht virtuelle Maschinen oder Bare-Metal-Server bei einem IaaS-Provider wie Hetzner, AWS, Google Cloud oder Azure und installiert sowie verwaltet Nextcloud selbst. Das gibt maximale Freiheit und Kontrolle. Jede Komponente, jede Firewall-Regel, jedes Backup-Schema liegt in der eigenen Hand. Der Preis ist der permanente Administrationsaufwand, das Patchen, das Monitoring, das Troubleshooting. Für Teams mit entsprechenden DevOps-Ressourcen eine valide Option. Für viele andere ein unkalkulierbares Risiko und ein ewiger Zeitfresser.

Der Weg der gemieteten Instanz (Managed VPS/Nextcloud-as-a-Service): Hier bietet der Provider bereits vorkonfigurierte Server-Images oder One-Click-Installationen an, bei denen die Basis-Infrastruktur (Betriebssystem, Webserver, Datenbank) gewartet wird. Die Nextcloud-Instanz selbst ist aber in der Regel in der Verantwortung des Kunden. Das ist eine Art Mittelweg. Man spart sich die Grundlagen, bleibt aber für Updates der Nextcloud-Software, die Konfiguration und die Sicherheit der Applikationsebene zuständig. Oft eine trügerische Halbheit: Man hat die Last, aber nicht die letzte Kontrolle über die gesamte Stack.

Der Weg des voll managed Hostings: Das ist das, was die meisten unter „Nextcloud Hosting“ verstehen und was der wachsende Markt primär anbietet. Der Provider übernimmt den kompletten Betrieb. Das schließt ein: Installation, Konfiguration, tägliche Updates (inklusive Sicherheitspatches), Performance-Monitoring, Backups, Restores, grundlegende Supportanfragen und oft auch eine gewisse Skalierung der Ressourcen. Der Kunde kriegt eine Zugangs-URL und Admin-Rechte innerhalb der Nextcloud, muss sich aber nicht um das Drumherum kümmern. Das ist bequem, aber auch mit Abstand die teuerste Variante auf den ersten Blick. Die Kunst liegt darin, die versteckten Kosten des Eigenbetriebs dagegenzurechnen.

Kriterienkatalog: Worauf es bei der Anbieterwahl wirklich ankommt

Die Entscheidung für ein voll managed Hosting ist gefallen. Nun gilt es, die Anbieter zu sieben. Eine Checkliste ist hilfreich, doch einige Punkte wiegen schwerer als andere.

1. Juristische und physische Standorte: Das Fundament der Datensouveränität

„Deutsches Rechenzentrum“ ist das Mantra vieler Anbieter. Und das zu Recht. Der Standort der Server bestimmt, welches Recht gilt. Hosting in Deutschland unterliegt der DSGVO in ihrer strengsten Auslegung und bietet einen hohen Schutz vor ausländischen Zugriffsgesetzen wie dem US CLOUD Act. Doch Vorsicht: „Deutsches Unternehmen“ ist nicht gleich „Server in Deutschland“. Man muss genau hinschauen. Ein interessanter Aspekt ist zudem die Unterscheidung zwischen Rechenzentrum und Anbieter. Sitzt der Betreiber selbst in der EU? Wer hat physischen Zutritt zu den Servern? Transparente Anbieter legen diese Informationen offen.

2. Sicherheit: Mehrschichtiger Schutz statt einfachem Versprechen

Sicherheit ist ein vielschichtiges Konzept. Einige Anbieter punkten mit offensiven Angaben zu Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Dabei zeigt sich jedoch in der Praxis: Das standardmäßig angebotene E2EE für Files in Nextcloud ist für viele Use-Cases unpraktikabel, da sie die Suche und gemeinsame Nutzung stark einschränkt. Wichtiger sind oft andere, solide Maßnahmen: DDoS-Schutz auf Netzwerkebene, regelmäßige externe Penetrationstests, verschlüsselte Backups (am besten georedundant), eine strikte Firewall-Policy und ein durchdachtes Isolationskonzept zwischen den Kunden-Instanzen. Werden die Nextcloud-Instanzen in streng voneinander getrennten Containern oder gar auf eigenen virtuellen Maschinen betrieben? Oder teilen sich Hunderte Kunden einen einzigen Datenbank-Cluster? Letzteres ist ein No-Go.

3. Performance und Infrastruktur: Die unsichtbare Basis

Wie flott die Nextcloud läuft, hängt nicht nur von der gebuchten RAM-Größe ab. Es ist das Zusammenspiel von CPU, I/O-Performance der Festplatten (hier sind SSDs oder besser NVMe Pflicht), Netzwerklatenz und der internen Architektur. Fragen Sie nach: Nutzt der Anbieter Caching wie Redis oder Memcached standardmäßig? Ist die PHP-Opcache optimiert? Wie ist die Anbindung an die großen Internet-Knoten? Ein einfacher Test: Fragen Sie nach einer Demo-Instanz und laden Sie eine große Datei hoch. Die reine Übertragungsrate ist das eine. Öffnen Sie parallel die Web-Oberfläche. Wird die während des Uploads unbenutzbar? Das wäre ein schlechtes Zeichen.

4. Support: Der Ernstfall im Blick

E-Mail-Support mit 24-Stunden-Reaktionszeit ist für eine geschäftskritische Anwendung wie Nextcloud schlicht ungenügend. Entscheidend ist die Qualifikation der Support-Mitarbeiter. Sind es Nextcloud-Experten, die sich in der Codebase auskennen, oder First-Level-Supportler, die nur Standardantworten parat haben? Gibt es einen telefonischen Notfallkanal? Wird der Support in Deutsch angeboten? Ein guter Indikator ist die Transparenz bezüglich der Update-Politik. Führt der Anbieter Sicherheitsupdates innerhalb von 24 Stunden nach Veröffentlichung durch? Und wie kommuniziert er geplante Wartungsfenster?

5. Skalierbarkeit und Flexibilität des Angebots

Beginnt man mit 50 Usern, braucht man vielleicht in einem Jahr Kapazität für 500. Ermöglicht der Tarif ein einfaches Hochskalieren von RAM, CPU und Speicher? Oder muss man auf einen komplett neuen Server migrieren? Wie handhabt der Anbieter Speicher: Bietet er echtes, nutzbares Speicher-Contingent oder wird inklusiver Speicher durch „unbegrenzt“ ersetzt, was in der Praxis oft an der Performance-I/O-Limite endet? Flexibilität bei der Auswahl der Nextcloud-Version ist ebenfalls ein Punkt. Kann man selbst entscheiden, wann man auf ein neues Major-Update springt, um vorher interne Tests durchzuführen?

6. Backups und Wiederherstellung

„Wir machen tägliche Backups“ ist eine Standardaussage. Doch der Teufel steckt im Detail. Wie werden die Backups durchgeführt (snapshot-basiert, dateibasiert)? Werden sie verschlüsselt und an einem physisch getrennten Ort gespeichert? Wie lange ist die Aufbewahrungsdauer? Und der wichtigste Punkt: Wie läuft ein Restore ab? Ist es ein Self-Service über ein Kundenpanel, oder muss man ein Ticket schreiben und zwei Tage warten? Ein Restore-Test sollte Teil der Evaluierungsphase sein.

Im Porträt: Eine Auswahl deutscher und europäischer Hosting-Anbieter

Die folgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll exemplarisch die Bandbreite des Marktes aufzeigen. Die Reihenfolge ist keine Wertung.

Hetzner Online GmbH

Der Gigante aus Gunzenhausen ist vor allem für seine hervorragenden und preiswerten IaaS- und Serverhousing-Angebote bekannt. Für Nextcloud bietet Hetzner zwei Wege: Zum einen kann man selbst einen Cloud-Server oder Root-Server mieten und Nextcloud darauf installieren (Weg des Eigenbaus). Zum anderen gibt es „Hetzner Storage Share“, ein explizites Nextcloud- und Cloud-Speicher-Angebot. Dieses ist voll managed, die Server stehen in deutschen oder finnischen Rechenzentren. Die Preise sind aggressiv wettbewerbsfähig, die Performance der zugrundeliegenden Infrastruktur ist exzellent. Ein möglicher Kritikpunkt aus Unternehmenssicht: Der Support ist eher technisch-infrastrukturell ausgerichtet und weniger auf tiefgehende Nextcloud-Applikationsprobleme spezialisiert. Für mittlere bis große Instanzen mit klar definierten internen Admin-Ressourcen oder für Abteilungen, die eine kosteneffiziente, solide Basis suchen, aber eine interessante Option.

IONOS (1&1)

Der Massenanbieter hat Nextcloud in sein Portfolio aufgenommen, oft als Bestandteil von All-in-One-Paketen für kleine Unternehmen. Der Vorteil liegt in der einfachen Buchbarkeit und Integration mit anderen Diensten wie Mail oder Webspeicher. Die Verwaltungsoberfläche ist auf Einfachheit getrimmt. Aus technischer Sicht muss man jedoch Abstriche bei der Flexibilität und möglicherweise auch bei der Performance der Standard-Tarife machen. Das Hosting ist managed, aber die Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration sind begrenzt. Für kleine Teams oder Einzelunternehmer, die einen unkomplizierten Einstieg ohne hohen Anspruch an Feinjustierung suchen, kann IONOS eine passende Lösung sein. Für anspruchsvolle Unternehmensumgebungen mit speziellen Anforderungen an Integration oder Performance könnte es zu starr sein.

All-Inkl.com – MyWorkspace

Der mittelständische Hosting-Spezialist aus Sachsen bietet mit „MyWorkspace“ eine vollständige Collaboration-Suite auf Basis von Nextcloud, inklusive Talk, Calendar, Contacts und OnlyOffice-Integration. Das ist ein entscheidender Unterschied zum reinen File-Hosting. All-Inkl setzt auf hochwertige eigene Hardware in deutschen Rechenzentren und einen Support, der für seine direkte und kompetente Kommunikation bekannt ist. Die Tarife sind klar strukturiert, die Skalierbarkeit gut. Besonders hervorzuheben ist die tiefe Integration von OnlyOffice, die eine echte Alternative zu Google Docs oder Microsoft 365 direkt in der Nextcloud-Oberfläche bietet. Der Fokus liegt eindeutig auf dem deutschen Mittelstand und Behörden. Der Preis liegt entsprechend über dem der Discount-Anbieter, was man für den umfassenden Service und die integrierte Office-Suite aber durchaus als gerechtfertigt ansehen kann.

HostEurope GmbH

Ein weiterer etablierter Player im deutschen Webhosting-Markt. HostEurope bietet Nextcloud sowohl als installierbare App in seinem Konfigurator für V-Server als auch als Teil spezieller „Cloudspeicher“-Pakete an. Die Stärken liegen in der langjährigen Betriebserfahrung, der hohen Verfügbarkeit der Rechenzentren und einem umfangreichen Produktportfolio. Wie bei IONOS könnte die Lösung für sehr einfache Use-Cases überzeugen. Bei komplexeren Nextcloud-Setups mit vielen Apps oder hohen Performance-Anforderungen sollte man genau prüfen, ob die standardisierten Pakete ausreichen. Der Support ist zuverlässig, aber auch hier eher auf die Infrastruktur als auf Nextcloud-spezifische Feinheiten fokussiert.

Exemplarische Nischenanbieter: Woord und disroot.org

Abseits der großen Namen gibt es eine lebendige Szene von spezialisierten Anbietern. Ein Beispiel ist Woord (ehemals Woelkli), ein Schweizer Anbieter, der explizit Privatsphäre und Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt. Die Server laufen mit Ökostrom in der Schweiz, die Geschäftsbedingungen sind transparent, und der Betrieb fühlt sich sehr persönlich an. Das Angebot richtet sich stark an Privatpersonen, NGOs und kleinere Unternehmen, die besonderen Wert auf Ethik legen.

Auf einer komplett anderen Ebene agiert disroot.org, ein kollektiv betriebenes, nicht-kommerzielles Projekt. Es bietet Nextcloud, Email und andere Dienste kostenlos an, finanziert durch Spenden. Für den professionellen Einsatz ist es aufgrund fehlender Garantien und eines anderen Zwecks völlig ungeeignet, zeigt aber die Bandbreite der Philosophien, die hinter dem Hosting einer freien Software stehen können.

Die versteckten Fallstricke: Lizenzierung, Apps und der Preis der Bequemlichkeit

Ein managed Hosting soll Probleme lösen, aber manchmal schafft es auch neue. Ein oft übersehenes Thema ist die Lizenzierung bestimmter Nextcloud-Apps. Nextcloud selbst ist AGPL-lizenziert und somit frei. Einige sehr nützliche Apps, wie die erweiterte Videokonferenz-Lösung „Nextcloud Talk (High Performance Backend)“ oder der „Outlook-Add-In“, erfordern jedoch eine kostenpflichtige Enterprise-Lizenz von Nextcloud GmbH. Seriöse Hosting-Anbieter klären transparent, ob sie diese Lizenzen in ihren Paketen anbieten oder ob der Kunde sie separat erwerben muss. Ein Anbieter, der die HPB-App für Talk anbietet, ohne die Lizenzfrage zu klären, handelt fahrlässig.

Ein weiterer Punkt ist die Update-Policy. Klingt gut, wenn der Anbieter „automatische Updates“ macht. Doch was bedeutet das? Werden nur Sicherheitsupdates eingespielt? Oder springt die Instanz automatisch auf jedes neue Minor- und Major-Release? Letzteres kann zu massiven Kompatibilitätsproblemen mit eigenen Anpassungen oder Drittanbieter-Apps führen. Ein gutes Hosting lässt dem Kunden ein Zeitfenster zur Entscheidung oder führt zumindest Major-Updates nur nach expliziter Freigabe durch.

Der Preis der Bequemlichkeit lässt sich konkret beziffern. Ein voll managed Nextcloud-Hosting für 100 User mit 1 TB Speicher kann leicht 100 Euro pro Monat und mehr kosten. Ein vergleichbarer V-Server mit der selben Speicherkapazität bei einem IaaS-Anbieter mag nur 20 Euro kosten. Die Differenz von 80 Euro ist die Versicherungsprämie für den Betriebsfrieden. Sie deckt die Gehälter der Administratoren, die Backup-Infrastruktur, die Sicherheitsaudits und den 24/7-Support. Ob sich das rechnet, hängt einzig von den internen Stundensätzen und der Verfügbarkeit entsprechender Mitarbeiter ab. Für viele kleinere Unternehmen ohne eigene Linux-/Nextcloud-Admin-Kapazität ist die Rechnung schnell gemacht: Die 80 Euro sind gut investiert.

Fazit: Keine Patentlösung, sondern eine individuelle Abwägung

Die Suche nach dem passenden Nextcloud-Hosting-Anbieter führt nicht zu einem einzigen, klaren Sieger. Sie ist vielmehr ein Abwägungsprozess, bei dem technische, rechtliche und wirtschaftliche Faktoren in ein individuelles Gleichgewicht gebracht werden müssen. Für eine Behörde oder einen Gesundheitsdienstleister werden die juristischen Standortgarantien und Zertifizierungen (ISO 27001, BSI-Grundschutz) an erster Stelle stehen, auch wenn der Preis höher ist. Ein innovatives Startup mit DevOps-Kompetenz im Team wird vielleicht lieber auf IaaS setzen und die Kontrolle behalten.

Der Markt hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Die Angebote sind professioneller geworden, die Transparenz hat zugenommen. Dennoch gilt: Blindes Vertrauen ist kein Konzept. Ein gründliches Anbieter-Screening, das Nachfragen bei den oben genannten kritischen Punkten und im Idealfall die Nutzung einer kostenlosen Testphase sind unerlässlich. Fragen Sie nach Referenzkunden in einer ähnlichen Größenordnung und Branche.

Nextcloud ist ein mächtiges Werkzeug für digitale Souveränität. Ein schlecht gewähltes Hosting kann dieses Versprechen leicht zunichte machen. Ein gut gewählter Partner hingegen macht die Stärken der Software erst richtig nutzbar – sicher, performant und verlässlich. Letztlich hostet man nicht eine Software, sondern die Arbeitsgrundlage und die Daten seines Teams. Diese Entscheidung verdient die entsprechende Sorgfalt.

Und übrigens: Die Gelegenheit, während einer Testphase mal einen falsch geschriebenen Dateinamen im Backup wiederherstellen zu lassen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Das sagt mehr über einen Anbieter aus als tausend Marketing-Versprechen.